Und fast jeder blogt
Blogging gehört heutzutage zu den beliebtesten Tätigkeiten von Internetusern. So wie die eigene Homepage, der eigene eBay Shop und das eigene E-Mail Konto zu den Besitztümern des Otto-Normal-Internetusers gehören, so ist auch das Managen eines eigenen Blogs mittlerweile kinderleicht und weit verbreitet. Entstanden sind die Blogs dabei aus Internettagebüchern. Im Bereich der Programmierer oder Spielentwickler, stellte man Interessierten eigene Seiten zur Verfügung, auf denen sie täglich das Fortschriten der Entwicklung betrachten konnten.
Beispielsweise die Veränderungen von Features, welche Arbeitsabläufe für den Tag anstehen oder auch Anekdoten die aus dem Rahmen fallen. Diese Idee war so genial, das bald viele Unternehmen oder Privatleute diese übernahmen. Beim Bloggen reihen sich verschiedene Einträge immer aneinander.
Dabei "verdrängt" der neueste Kommentar immer den älteren. Es entsteht also eine anachronistische Reihenfolge der Einträge. Ein Blog kann dabei aus reinem Text bestehen, oder aus aufgenommenen Nachrichten sowie Videos oder Musik. Dies bleibt ganz dem Schöpfer überlassen.
Blogs haben meist ein festes Themengebiet über das sie berichten und informieren. So gibt es Politikblogs, Blogs über Prominente wie das weltberühmte "PerezHilton.com" oder auch den ein oder anderen Finanzblog. Die meisten werden aber im eigentlichen Sinne weitergeführt, also als persönliche Tagebücher von Privatpersonen. Es ist interessant dass so viele Menschen untereinander ihre Blogs lesen und sich darüber austauschen. So besteht ein reges Interesse in vielen Communitys und es sind bereits eigene Websites nur um das Thema Blogging entstanden. Als "Gesamtwerk", unter dem sich alle Blogs zusammenfassen, zieht man die Bezeichnung "Blogosphere" zur Rate. Laut Meinung von Internet- und Sozialforschern, hängen alle Blogs irgendwie zusammen und bilden ein eigenes, soziales Netzwerk.
Das Schöne daran ist, das jeder letztendlich einen Blog veröffentlichen kann. Die Voraussetzung dafür ist nur die Motivation und eine eigene Meinung. Es geht nicht darum ob man fundiertes Fachwissen oder ein besonderes Talent hat. Der Austausch von Meinungen in Form von Kommentaren und Einträgen, steht eigentlich im Vordergrund. Die Entwicklung hin zum medialen Nachschlagewerk oder Informationsarchiv, ist aber trotzdem zu unterstützten. So sollten Blogs keine Grenzen gesetzt werden, denn solange sie gelesen werden, ist ihre Existenz berechtigt.